Einmal mehr steht Bayernspieler Breno im Fokus der Bundesliga News. Dieses Mal jedoch nicht wegen Neuigkeiten zu seiner Anzeige wegen schwerer Brandstiftung – Breno hatte angeblich im November seine Villa in München selbst angezündet – oder wegen seiner psychischen Probleme, sondern vielmehr wegen seiner neuerlichen Twitter-Aktion. Bei dem im Internet populären Nachrichtendienst hatte sich Breno am Montag öffentlich über seine Situation bei den Bayern beschwert: „Was für eine Phase ich durchmache, Bayern macht eine Sauerei mit mir!“
Nun meldeten sich die Verantwortlichen an der Säbener Straße zu Wort. Das von Manager Christian Nerlinger angekündigte Vier-Augen-Gespräch fand inzwischen statt, Trainer Jupp Heynckes unterhielt sich mit Bayerns Sorgenkind. Gegenüber diesem gestand Breno, dass die Mitteilung über den Twitter-Account „BrenoBorges@Breshow02“ tatsächlich von ihm selbst stammte. Dabei spielte er die Sache jedoch herunter, sie sei nicht so gemeint gewesen.
„Breno hat dem Trainer gesagt, dass er etwas missverstanden hat“, sagte Vorstandsboss Karl-Heinz-Rummenigge am Dienstag: „Er hat sich beim Trainer und der Mannschaft entschuldigt. Der Trainer will es dabei belassen.“ Auch die Führungsetage schloss sich der Entscheidung Heynckes’ an und verzichtet ebenfalls auf eine Strafe gegen den 22-Jährigen. Dennoch fand Rummenigge deutliche Worte: „Ich würde ihm die Gelbe Karte zeigen. Wir werden es dabei belassen. Wir stehen zum Spieler trotz dieser überflüssigen Meldung. Er sollte es in Zukunft lassen, zu twittern. Ich erwarte von ihm, dass nichts Weiteres kommt. Die Spieler können nicht einfach ihren Gefühlen freien Lauf lassen!“
Auch wenn die Wogen wieder geglättet scheinen, so verwundert die heftige Reaktion Brenos auf die Tatsache, dass er am vergangenen Wochenende nur bei den Amateuren mitspielen durfte. Schließlich standen die Bayern – allen voran Uli Hoeneß – immer schützend hinter Breno. Und das, obwohl der nie die erwartete Leistung erbrachte.
Ob Breno nach dem neuerlichen Vorfall bei den Bayern noch Fuß fassen kann, gilt nun als äußerst unwahrscheinlich, zumal sein Vertrag zum Saisonende hin ausläuft. In der Liga konnte der Innenverteidiger nie wirklich überzeugen und durfte nur selten spielen. Auch ohne ihn sind die Bayern inzwischen in der Defensive wieder besser geworden als in den vergangenen Jahren und gelten inzwischen in den Wetten Bundesliga als Favorit auf die Meisterschaft.

