Bill Gates der Mann, der die Welt neu programmierte

Du brichst dein Studium an einer der renommiertesten Universitäten der Welt ab, um auf eine Branche zu setzen, die es noch gar nicht gibt. Klingt nach einem riskanten Wahnsinn? Für Bill Gates war es der Beginn einer Geschichte, die die gesamte Menschheit verändern sollte. Aber wer steckt wirklich hinter diesem Namen, den fast jeder kennt?

Die frühen Jahre: Ein Kind mit einem Faible für Computer

William Henry Gates III wurde am 28. Oktober 1955 in Seattle, Washington, geboren. Wikipedia Schon als Jugendlicher fiel er durch eine außergewöhnliche Leidenschaft für Mathematik und Naturwissenschaften auf. Als in der achten Klasse für die Schüler ein Fernschreiber angeschafft wurde, beschäftigte sich Gates schon bald intensiv mit dem Programmieren des Rechners und wurde sogar teilweise vom Unterricht freigestellt. WEB.DE

Mit gerade einmal 14 Jahren startete er gemeinsam mit seinem Freund Paul Allen sein erstes unternehmerisches Abenteuer. Gemeinsam schrieben sie unter anderem ein Programm zur Messung von Verkehrsströmen, was den beiden Jungunternehmern 20.000 US-Dollar einbrachte und ihre Begeisterung für Computer noch mehr anfachte. Trend

Harvard, der Abbruch und der große Sprung

1973 ging der spätere Milliardär auf die renommierte Harvard University, wo er die meiste Zeit im Computerraum verbrachte. WEB.DE Statt Vorlesungen zu besuchen, träumte er von einer digitalen Zukunft. Dann kam der Moment, der alles veränderte: Gates brach sein Studium ab, um gemeinsam mit Paul Allen eine Firma zu gründen. Einen Schritt, den viele für leichtsinnig hielten, der sich aber als Jahrhundertentscheidung herausstellen sollte.

Microsoft: Von der Garagenfirma zum Weltkonzern

1975 gründete Gates gemeinsam mit Paul Allen das Unternehmen Microsoft. Wikipedia Was danach folgte, lässt sich kaum besser beschreiben als einen Schneeball, der zu einer Lawine wird. Wenige Jahre später gelang ihm der große Coup, als er IBM das Betriebssystem MS-DOS lieferte. Wikipedia Darauf aufbauend entstand Windows, das System, das heute auf den meisten Computern der Welt läuft. Mehr über die gesamte Unternehmensgeschichte findest du auf der offiziellen Microsoft-Website.

Selbst Skeptiker von Windows betrachteten nach dem Erscheinen der Version 3.0 im Jahr 1990 den Computer als neu erfunden. Binnen weniger Jahre wurde das Microsoft-Programm Windows das erfolgreichste Computer-Betriebssystem der Welt. WHO’S WHO

Vom CEO zum Philanthropen: Der zweite Akt

Den Posten des CEO gab Gates im Januar 2000 an Steve Ballmer ab. Wikipedia Aber anstatt sich zur Ruhe zu setzen, startete er eine zweite Mission, die noch ambitionierter ist als die erste. Zusammen mit seiner damaligen Frau Melinda gründete er 1999 die Gates Foundation, die mit Einlagen von rund 46,8 Milliarden US-Dollar die größte private Stiftung der Welt ist. Wikipedia

Die Stiftung ist kein nettes Beiwerk, sondern ein ernsthaftes Werkzeug zur Weltveränderung. Ihre Ziele sind insbesondere die weltweite Verbesserung der Gesundheitsversorgung, die Bekämpfung extremer Armut sowie die Ermöglichung des Zugangs zu Bildung und Informationstechnologie. Ein Schwerpunkt ist die Bekämpfung von Malaria sowie der Kinderlähmung. Wikipedia Alles über die aktuellen Projekte erfährst du direkt auf der Gates Foundation Website.

Das größte philanthropische Versprechen der Geschichte

Bill Gates hat angekündigt, seine Stiftung im Jahr 2045 aufzulösen. Bis dahin möchte er rund 200 Milliarden US-Dollar für gemeinnützige Zwecke einsetzen. DIE STIFTUNG Das ist kein leeres Versprechen, das ist ein Lebenswerk. Gemeinsam mit Warren Buffett rief er außerdem im Juni 2010 die philanthropische Kampagne „The Giving Pledge“ ins Leben, die besonders wohlhabende Menschen zu Spenden für das Gemeinwohl animieren soll. Wikipedia

Bill Gates heute: Mahner und Visionär

Auch mit 70 Jahren ist Gates kein ruhiger Rentner. Er meldet sich lautstark zu Wort, wenn er es für nötig hält, etwa beim Thema Klimaschutz oder globale Gesundheit. So kritisierte er die Trump-Administration scharf für Kürzungen bei der Entwicklungshilfe und bezeichnete die Lage als beunruhigend: „Das Bild des reichsten Menschen der Welt, der das Leben der ärmsten Kinder gefährdet, ist beunruhigend“, sagte Gates gegenüber der Financial Times. DIE STIFTUNG

Seinen persönlichen Blog, auf dem er regelmäßig über Technologie, Gesundheit und die Zukunft schreibt, findest du unter gatesnotes.com. Wer tiefer in seine Gedankenwelt eintauchen möchte, dem empfiehlt sich außerdem die Netflix-Dokumentation „Der Mensch Bill Gates„:

Hier der Trailer der Doku

Eine Geschichte, die noch nicht zu Ende ist

Bill Gates ist weder der skrupellose Monopolist, als den ihn manche zeichnen, noch der makellose Heiland, zu dem ihn andere stilisieren. Er ist ein hochkomplexer Mensch mit außergewöhnlichem Intellekt, unerschütterlichem Willen und echtem Antrieb, die Welt zu verbessern.

Von einem neugierigen Jungen aus Seattle, der einen Schulcomputer umprogrammierte, zum Mann, der die digitale Welt erschuf und nun sein gesamtes Vermögen verschenkt: Diese Geschichte ist einzigartig, und sie ist noch lange nicht zu Ende.

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