Flugreise verschieben

Wenn es einem unwohl ist, sollte man die Flugreise verschieben. Es ist zwar richtig, dass in den meisten Flugzeugen eine besondere Ausstattung den Flugbegleitern zur Verfügung steht für den Fall, wenn es einem Passagier schlecht geht. Aber Reisen, die man im Notfall verschieben könnte, sollte man erst gar nicht antreten – empfehlen Experten.

Ärzte der amerikanischen Organisation MedAire Inc. berieten 74 Fluggesellschaften bei Ereignissen, welche sich während 17 Tausend Flugreisen ereigneten.

Befindet sich ein Kranker am Bord, rufen die Flugbegleiter ein Krankenhaus in Phoenix an. Hier befindet sich nämlich die Notzentrale, in welcher Notärzte mit Hilfe eines Übersetzerteams in 140 Sprachen Ratschläge geben und Fragen beantworten können. Sie leisten damit einen Dienst für Notfälle der circa zwei Millionen Fluggäste, die sich zur gleichen Zeit in der Luft befinden können.

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Es kommt jedoch selten zur Veränderung der ursprünglichen Flugroute. Diese Entscheidung fällt der Notarzt nämlich nicht alleine, sondern mit dem Pilot, welcher noch eine Reihe andere Umstände auch zu berücksichtigen hat und nicht nur den Zustand seiner Fluggäste.

Der MedAire-Dienst beantwortet täglich durchschnittlich 75-80 Anfragen bei Notfällen. 2007 starben 97 Menschen an Bord eines Flugzeuges, 2006 waren es noch 110 Sterbefälle.

Die häufigsten Beschwerden am Bord sind Ohnmacht, Magen- und Darmbeschwerden, Kreislaufprobleme, Atemnot, verschiedene Herzkrankheiten, sowie Unfälle wie zum Beispiel Beinbrüche.

Es ist gesetzlich geregelt, dass sich auf den Flugzeugen der amerikanischen Fluggesellschaften ein automatisierter externer Defibrillator, Sauerstoff, Medikamente sowie ein Notarztkoffer befinden müssen. Manche Fluggesellschaften verfügen darüber hinaus auch über weitere Medikamente an Bord.

Fachleute empfehlen, dass man lieber auf die Flugreise verzichten sollte, wenn man sich nicht wohl fühlt. Wenn man es jedoch nicht verschieben kann, sollten Medikamente im Handgepäck mitgenommen werden. Die Flugbegleiter haben zwar gelernt wie sie im Notfall Patienten versorgen müssen. Sie haben jedoch keine medizinische Ausbildung erhalten, können daher die Patienten nicht in jedem Fall fachmännisch versorgen.

Angetrunkene Passagiere sollten nicht an Bord gehen. Auch mit einem frischen Gipsverband sollte man sich nicht an Bord begeben, da die vor kurzem versorgten Extremitäten anschwellen können.

Der obligatorische Notkoffer enthält folgende Bestandteile:

Aspirin, Desinfektionstücher, Nitroglycerin-Tabletten, Antihistaminika, Infusionen, Stethoskop, Blutdruckmesser, Bronchodilatator, Spritzen, Gummihandschuhe, Salzlösungen, Epinephrin, Dextrose, Defibrillator und Schere.

Die Sauerstoffmasken befinden sich über dem Kopf der Passagiere, aber das ist kein medizinischer Sauerstoff. Den Flugbegleitern und Piloten stehen für medizinische Zwecke extra tragbare Sauerstoffflaschen zur Verfügung Quelle: cnn.com

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