Kratzen hat eine beruhigende Wirkung

Kratzen ist zwar nicht gut für die Haut, Kratzen schließt aber vorübergehend diejenigen Teile des Gehirns, welche unangenehme Erinnerungen und Emotionen binden. Das ist die Erklärung dafür, warum sich Kratzen so angenehm anfühlt – stellten amerikanische Forscher fest.

Das Verstehen dieses Prozesses kann zum Experimentieren mit neuen Behandlungsmethoden führen.

Die Forscher untersuchten 13 gesunde Erwachsene, im Alter von ca. 28 Jahren. Die Versuchspersonen fühlten keinen Juckreiz, die Forscher kratzten aber mild an ihrem rechten Unterschenkel.

Die Hirntätigkeit der Versuchspersonen beobachteten die Forscher vor, während, sowie nach dem Kratzen mit einem bildgewinnenden Verfahren. Es stellte sich heraus, dass bei einigen Versuchsteilnehmern manche Gehirnteile eine hohe Aktivität aufzeigten, andere Teile sich dagegen weniger aktiv verhielten. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass der Gehirnteil, welcher mit den unangenehmen Gefühlen und Erinnerungsbildern verbunden war, sich wesentlich passiver und ruhiger während des Kratzens verhielt“ – behaupten die Forscher.

Die Forscher wollen mit weiteren Untersuchungen erfahren, ob sich das Gehirn auch während des Juckreizes (Pruritus) ähnlich funktioniert.

1 Response

  1. Frank sagt:

    Ein sehr interessanter Beitrag. Es ist zu hoffen, dass in diese Richtung etwas weiter geforscht wird, um Betroffenen wie etwa Neurodermitis Patienten helfen zu können. Vielleicht lässt sich ja ein Ersatz für das Kratzen finden.