Mit Kohl und Kraut gegen Krebs

Kohlgemüse findet auch in Naturheilkunde und Volksmedizin breite Verwendung. Kohl ist nicht nur reich an Vitaminen, sondern auch an Nährstoffen. Kohl hat eine heilende Wirkung, ist aber auch bei der Vorbeugung gegen Krankheiten effektiv.

Nährstoffe

100 g Kraut enthält genau so viel Vitamin C wie die gleiche Menge Zitrone oder Orange. Dies deckt den Tagesbedarf eines Erwachsenen. Beim Kochen geht jedoch mehr als die Hälfte des Vitamingehaltes verloren, deswegen sollte man so viel wie möglich von diesem Nahrungsmittel roh, zum Beispiel als Salat, zu sich nehmen.

Die grün farbigen Kohlsorten enthalten besonders viel Vitamin K, Chlorophyll, Vitamin E, Eisen, Kalzium, Kalium, Beta-Carotin, Ballaststoffe, Folsäure, sowie Thiamin (Vitamin B). Die meisten Nährstoffe befinden sich in den äußeren, dunkleren Blättern.

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Das Kalium im Kraut ist gut für das Herz, Kalzium für die Zähne und Knochen. Eisen und Chlorophyll sind gut für die Blutbildung und das Wachstum neuer Blutzellen.

Der Pflanzenfarbstoff Anthocyanen, von welchem die Farbe der roten Kohlsorten herrührt, verhindert die Vermehrung bestimmter Bakterien, zum Beispiel der Escherichia coli, welche für Infektionen im Verdauungstrakt verantwortlich sind. Außerdem hat Anthocyanen eine entzündungshemmende Wirkung und lindert Halsschmerzen.

Kraut beschleunigt wegen seines hohen Ballaststoffgehaltes die Verdauung, und beschleunigt die Darmentleerung, reinigt den Körper und stärkt das Immunsystem.

Kohl ist ein für eine Diät oder für Diabetiker nützliches Nahrungsmittel, aber wegen seiner reinigenden Wirkung ist es auch für Rheumakranke, sowie auch bei Hautkrankheiten zu empfehlen.

Die Mikroorganismen im Sauerkraut produzieren Vitamin B und K, und fördern die Vermehrung der nützlichen Bakterien im Darm. Vitamin K spielt eine wichtige Rolle in der Wundheilung, und eine Portion Sauerkraut deckt den Tagesbedarf eines Erwachsenen. Sauerkrautsaft wirkt appetitanregend und kurbelt den Eiweißstoffwechsel an. Wegen seiner leichten abführenden Wirkung reinigt er den Magen und den Darm.

Wirkt Kraut krebsvorbeugend?

Kraut ist sehr reich an Verbindungen, welche gegen bestimmte krebserzeugende Stoffe schützen. Untersuchungen bewiesen, dass bei regelmäßigem Verzehr von Kraut das Risiko einer Magen- oder Dickdarmkrebserkrankung sinkt. Es kann auch ein Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Kraut und der Rückbildung von Dickdarmpolypen, aus denen sich oft der Dickdarmkrebs entwickelt, bestehen.

Die Schutzwirkung leisten bei den Kreuzblütengewächsen mehrere chemische Stoffe, daher muss man die verschiedenen Verbindungen (zum Beispiel Glukosinolate, Isothiocyanate), Vitamin C und E, sowie Beta-Carotin, welches für die grünen und roten Sorten die Farbe maßgeblich ist, erwähnen. Daneben haben Chlorophyll und Polyphenole eine wesentliche Wirkung.

Die Gruppe der Indole, welche bei den Kreuzblütengewächsen häufig vorkommt, hilft den Frauen die Östrogene umzuwandeln und dadurch könnten sie das Risiko der Herausbildung eines Brust- oder Eierstockkarzinoms vermindern.

Außerdem regen die Schwefelverbindungen in der Pflanze die Leber an Enzyme zu produzieren, welche manche der krebserregende Stoffe unschädlich machen, andere werden wiederum beschleunigt aus dem Körper ausgeschieden.

Nach Erfahrung der Volksmedizin können frische Kraut- oder Wirsingblätter auch gegen Ekzeme und Rheuma helfen.

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