Unnötige Blinddarmoperation

Eine unnötige Blinddarmoperation kann vermieden werden. In den USA wollen immer mehr Ärzte eine CT-Untersuchung durchführen um die Diagnose einer Blinddarmentzündung zu bestätigen. Die Blinddarmoperation wird nur noch dann durchgeführt, wenn auch die CT-Aufnahme diesen Verdacht bestätigt. Damit sank die Zahl der Blinddarmoperationen in einem Jahrzehnt um acht Prozent.

1996 waren 24 % der Blinddarmoperationen überflüssig, 2006 sank die Zahl auf 3 % – behaupten die Mitarbeiter der Forschergruppe an der Universität in Kalifornien.

1081 Patienten wurden befragt, welche bereits eine Blinddarmoperation hinter sich hatten. Es stellte sich heraus, dass sich die Zahl der Diagnosen mit einem bildgewinnenden Verfahren in 10 Jahren von 20 auf 85 % erhöhte.

Bei circa 8 % der US-Amerikaner entzündet sich der etwa fingerdicke Wurmfortsatz während ihres Lebens. Da eine Perforation (Durchbrechen) des Wurmfortsatzes sogar tödlich enden kann, entscheiden sich die Ärzte bei einer nicht gesicherten Diagnose meistens für das Entfernen des Blinddarmes.

Bei den modernen, bildgewinnenden Verfahren kann vielen Patienten ein operativer Eingriff am Bauch erspart werden.

Quelle: reuters.com