Nahrungsmittel mit einem hohen Fettgehalt erhöhen das Risiko an Alzheimer zu erkranken

Tierversuche belegen, dass sich die Symptome der Alzheimer-Krankheit durch einen Speiseplan verschlechtern, welcher reich an tierischem Fett ist und dem es an Omega-3-Fetten mangelt. Eine Studie aus Frankreich berichtet darüber, dass die Ernährungsgewohnheiten der Industriestaaten die Entwicklung der Alzheimer-Krankheit begünstigen.

Um diese Hypothese zu belegen führten Forscher Versuche an transgenen Mäusen durch. Die Mäuse produzierten Eiweiße, welche für die Alzheimer-Krankheit charakteristisch sind. Die so genannten Tau-Proteine blockieren die normalen Nervfunktionen, die Beta-Amyloide sind für die senilen Veränderungen im Gehirn verantwortlich.

Die transgenen und die „normalen“ Mäuse wurden neun Monaten lang mit verschiedenen Speisen gefüttert. Danach verglichen die Forscher die Veränderungen im Gehirn der Mäuse der beiden Gruppen.

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Bei Mäusen, die fette Speisen sowie Nahrung fraßen, welche wenig Omega-3-Fette enthielt, stellte die Forschergruppe eine 8,7 fache Zunahme an Beta-Amyloiden und eine 1,5 fache Zunahme an Tau-Proteinen fest. Die Kontrollgruppe bekam Speisen, welche um Faktor 7 weniger Fett enthielt. Bei diesen Mäusen entwickelten sich auch weniger der für die Alzheimer-Krankheit charakteristischen Eiweißmoleküle.

Stoffwechseländerungen, die durch die fettreiche Ernährung zur Stande kamen, können die entzündlichen Prozesse im Gehirn wesentlich beeinflussen – erklärten die Forscher den Zusammenhang zwischen dem Fettkonsum und der Alzheimer-Krankheit.

In den meisten Industrieländern ist eine fettreiche und an Omega-3-Fetten arme Ernährung gesellschaftlich akzeptiert. Aus den jetzigen Ergebnissen kann man feststellen, dass ein fettarmer, dagegen aber an Omega-3-Fetten reicher Speiseplan bei Menschen der Alzheimer-Krankheit vorgebeugt werden kann, die eine Veranlagung auf diese Erkrankung haben – erklärten die Forscher.

„Wir können natürlich nicht mit einer 100 % -igen Sicherheit behaupten, dass die bei den Versuchsmäusen beobachteten Prozesse bei den Menschen genau so funktionieren. Eine fettarme aber an Omega-3-Fetten reiche Ernährung kann trotzdem nicht schaden.“

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