Wie sicher sind Verhütungsmittel?

Keine der Verhütungsmethoden kann einen 100 %igen Schutz bieten. Aber sie können helfen das Risiko einer ungewollten Schwangerschaft auf ein Minimum zu reduzieren. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Paare wissen, warum die eine oder die andere Methode bei ihnen versagte.

Auch ist es eine große Hilfe bei der Reduzierung ungewollten Schwangerschaften zu wissen, warum die eine oder die andere Methode nicht erfolgreich war.

Verhütungsmittel

Verhütungsmittel – © ZTS – Fotolia.com

Es stellte sich in einer Studie heraus, dass, obwohl in den USA ungefähr die Hälfte der Schwangerschaften nicht geplant war, mehr als 90 % der Frauen im Alter zwischen 15 und 44 Jahren irgendeine Verhütungsmethode anwenden.

Die erste Frage, die sich im Bezug auf die Verhütungsmethoden stellt, lautet: „Wie sicher ist diese Methode?“

Die Sicherheit der verschiedenen Verhütungsmethoden wird mit Hilfe des so genannten Pearl-Indexes beurteilt und verglichen.

Die Sicherheit der Verhütungsmethode hängt in erster Linie davon ab, wie regelmäßig und ob sie richtig verwendet wird. Die Vasektomie, die Tubensterilisation oder die Intrauterinpessar sind relativ zuverlässige Methoden, und zwar deswegen, weil diese Eingriffe von Ärzten vorgenommen werden und sich die „Anwenderin“ nicht mehr darum kümmern muss.

Wie sicher sind aber die anderen Methoden?

Fehler kommen bei denjenigen Verhütungsmethoden vor, welche nach irgendeinem fixen System angewendet werden müssen. Die Ursache des Misserfolges ist häufig die nicht sachgemäße Anwendung.

An manche Verhütungsmethoden, wie zum Beispiel an Kondome, an die Portiokappe, an das woder an die verschiedenen spermiziden (Samen abtötendes) Mittel muss man bei jedem Geschlechtverkehr denken. Auch bei der Verhütung kann einiges schief laufen: das Kondom kann reißen oder die Portiokappe kann beim Geschlechtsverkehr vom Muttermund abrutschen, womit beide keinen Schutz mehr bieten. Aber die häufigste Fehlerquote ist, dass die Paare keine Verhütungsmethode verwenden. In den meisten Fällen ist der häufigste Anwendungsfehler, dass die Verhütungsmittel ganz einfach im Nachtkästchen oder im Badezimmerschrank liegen bleiben. Frauen, die die Pille nehmen, vergessen häufig diese auch einzunehmen.

Die Sterilisation ist zwar eine der sichersten Methoden. Dies bedeutet aber noch lange nicht, dass sie auch für alle Personen geeignet wäre. Bei der Planung einer Sterilisation spielen mehrere Faktoren eine wichtige Rolle: das Alter, die Planung einer erneuten Schwangerschaft, außerdem die Lebensweise, die finanzielle Lage und die sexuellen Aktivitäten.
Bei der Auswahl der Verhütungsmethode muss man auch noch an den Schutz gegen sexuell übertragbaren Krankheiten denken. Es wird empfohlen, die Pille mit dem Kondom zusammen zu benutzen, vor allem bei häufig wechselnden Partnern. Die beiden Methoden kombiniert bieten einen zuverlässigen Schutz gegen unerwünschte Schwangerschaften und auch gegen die meisten Geschlechtskrankheiten.

Wenn jemand vergesslich ist und es ist in der Vergangenheit bereits vorgekommen, dass sie es versäumt hatte ihre Pille einzunehmen, empfiehlt es sich das Verhütungspflaster zu verwenden.

Die Verhütungspflaster werden einmal die Woche auf die Haut geklebt. Der Vaginalring ist auch eine gute Alternative für Frauen, die viel reisen und einen unregelmäßigen Tagesrhythmus haben. Den Vaginalring kann die Frau selbst einmal im Monat in ihre Scheide einführen.

Die wichtigste Regel bei der Auswahl der Verhütungsmethode ist, dass die Frau, oder noch besser beide Partner zusammen eine Methode aussuchen, die beide richtig und konsequent anwenden können. Es gibt eine Vielfalt an Verhütungsmethoden, so kann jeder die für ihn geeignetste finden und diese auch konsequent anwenden.