Nintendo ist einer der führenden Spielekonsolenhersteller aus Kyoto. Die japanische Firma brachte 1989 Game Boy, das erste tragbare Videospielsystem mit austauschbaren Modulen auf den Markt.
Zu seinen weiteren bekannten Produkten gehören die Super-NES-Konsole, Gameboy und GameCube. Außerdem erfand Nintendo die berühmten Spielikone wie Super Mario oder Donkey Kong.
Allerdings hat Nintendo inzwischen viele Konkurrenten. Zu den stärksten zählen Xbox vom Microsoft und der Playstation von Sony. Internet: http://www.nintendo.de
Inhaltsverzeichnis
- Die Anfänge: Von Spielkarten zu Videospielen
- Das NES: Die Konsole, die alles veränderte
- Game Boy: Die Revolution in der Hosentasche
- Der Konsolenkrieg: Nintendo gegen Sony und Microsoft
- Nintendo Wii, DS und der Weg zurück an die Spitze
- Nintendo Switch und Switch 2: Die Zukunft hat begonnen
- Fazit: Nintendo ist mehr als Nostalgie
Die Anfänge: Von Spielkarten zu Videospielen
Am 23. September 1889 gründete Fusajir? Yamauchi Nintendo in Kyoto. Zu Beginn produzierte das Unternehmen ausschließlich die traditionellen japanischen Hanafuda-Spielkarten. Das war kein Konzern mit Visionen von Bildschirmen und Controllern. Das war ein Familienbetrieb, der Karten verkaufte. Bescheiden, aber erfolgreich.
Erst knapp 80 Jahre später änderte sich das grundlegend. Erst Mitte der 1970er-Jahre entdeckte das Unternehmen elektronische Spielzeuge und wurde darin zum Marktführer innerhalb Japans. Das war der Moment, in dem Nintendo erkannte: Die Zukunft liegt nicht in Papier und Tinte, sondern in Pixeln und Prozessoren.
Am 1. Juni 1977 veröffentlichte Nintendo mit dem TV-Game 6 seine erste Spielkonsole, die an heimische Fernseher angeschlossen wurde. Das Gerät war kein Wunderwerk der Technik, aber es war ein Anfang. Und Nintendo hatte bei allem, was folgte, immer eine klare Strategie: bezahlbare Hardware kombiniert mit unwiderstehlicher Software.
Donkey Kong und die Geburt einer Legende
Der erste echte Durchbruch kam nicht im Wohnzimmer, sondern in der Spielhalle. Mit „Donkey Kong“ von Shigeru Miyamoto landete Nintendo seinen ersten Videospiel-Hit. In dem Spielhallen-Titel tauchte erstmals auch Mario auf, hier in der Rolle des Widersachers. Ja, du hast richtig gelesen: Mario war zuerst der Gegner, nicht der Held. Ironie der Geschichte.
Miyamoto sollte zur wichtigsten kreativen Kraft der gesamten Spielebranche werden. Und sein Gorilla ebnete Nintendo den Weg in die Wohnzimmer der Welt.
Das NES: Die Konsole, die alles veränderte
1983 war ein Jahr, das die Videospielwelt auf den Kopf stellte. Im Jahr 1983 brachte Nintendo in Japan den Nintendo Family Computer (kurz Famicom) heraus, welcher ab 1985 auch in Amerika und Europa unter dem Namen Nintendo Entertainment System (kurz NES) vermarktet wurde.
Mit Super Mario, Zelda und Metroid legte das NES den Grundstein für die größten Nintendo-Franchises. Diese drei Namen klingen auch heute noch wie Magie in den Ohren von Millionen Spielern weltweit. Das NES war nicht einfach eine Konsole, es war ein Kulturphänomen.
Eine ausführliche Zeitleiste aller Nintendo-Konsolen findest du direkt auf der offiziellen Nintendo-Geschichtsseite. Dort siehst du schwarz auf weiß, wie systematisch Nintendo seinen Weg nach oben gegangen ist.
Game Boy: Die Revolution in der Hosentasche
Wenn das NES das Wohnzimmer eroberte, sollte der Game Boy die Welt draußen verändern. Durch eine Entwicklung von Gunpei Yokoi landete Nintendo seinen bis dahin größten Erfolg: 1989 erschien der Game Boy zusammen mit dem Spiel Tetris.
Tetris und Game Boy, das war eine Kombination wie Erdnussbutter und Marmelade. Beide gut für sich, zusammen unschlagbar. Ein Jahr später, 1997, war der Nintendo Game Boy mit mehr als 100.000.000 Stück die bestverkaufte Konsole aller Zeiten. Hundert Millionen Stück. Eine Zahl, die bis heute beeindruckt.
Wer mehr über die einzelnen Meilensteine dieser Ära erfahren möchte, findet bei PCGH einen umfangreichen Rückblick auf 135 Jahre Nintendo-Geschichte.
SNES, Nintendo 64 und die goldene Ära
Nach dem NES setzte Nintendo mit dem Super Nintendo Entertainment System noch einen drauf. 16-Bit-Grafik, mehr Tasten, Mode-7-Effekte: das SNES brachte die Spiele in Farbe und mit komplexeren Mechaniken. Klassiker wie Super Mario World, Donkey Kong und Zelda begeistern noch heute Retro-Fans.
Dann kam das Nintendo 64, die erste Konsole mit echter 3D-Grafik. Die erste Nintendo-Konsole mit 3D-Grafik und Analogstick zeigte mit Spielen wie Mario 64 und Ocarina of Time, wie 3D-Games auf Konsolen funktionieren. Wer Super Mario 64 damals zum ersten Mal gespielt hat, weiß noch genau, wo er saß. So ein Moment vergisst man nicht.
Der Konsolenkrieg: Nintendo gegen Sony und Microsoft
Alles war schön, solange Nintendo allein war. Doch dann kam die Konkurrenz. Nintendos verbliebene Hauptkonkurrenten sind Sonys PlayStation und Microsofts Xbox. Den Wettbewerb mit Nintendo gab Sega nach seiner Dreamcast bereits Ende der 1990er Jahre auf und veröffentlichte später Spiele auf den Nintendo-Konsolen.
Der Kampf um die Wohnzimmer wurde härter. Sony lockte mit Leistung und Erwachsenenspielern, Microsoft mit Online-Gaming und dem Xbox-Live-Netzwerk. Nintendo antwortete nicht mit mehr Power, sondern mit einer ganz anderen Idee. Statt das gleiche Spiel schneller zu spielen, sollte man es anders spielen.
Das Ergebnis war die Wii, und sie traf einen Nerv, den niemand zuvor gesehen hatte. Nintendos neue Heimkonsole begeisterte durch ihre innovative Steuerung sowohl Nintendo-Fans als auch Menschen, die sich bisher nicht für Videospiele interessiert haben. Großeltern, die Tennis spielen. Familien, die gemeinsam bowlen. Die Wii holte Menschen ins Wohnzimmer, die nie gedacht hätten, dass Videospiele etwas für sie sind.
GameCube und die schwierigen Jahre
Nicht jede Konsole von Nintendo war ein Volltreffer. Der GameCube kämpfte im Schatten von PlayStation 2 und Xbox. Technisch stark, aber ohne den Massenappeal der Konkurrenz. Nintendo lernte daraus und wurde noch mutiger in seinen Designentscheidungen.
Die Lehre: Wer nur auf Leistung setzt, verliert gegen größere Budgets. Wer auf Ideen setzt, kann jeden überraschen.
Nintendo Wii, DS und der Weg zurück an die Spitze
Die Wii war nicht nur ein Verkaufserfolg, sie war eine Aussage. Nintendo unterhält weltweit sieben Hauptstandorte. Der europäische Hauptstandort des Unternehmens, Nintendo of Europe, befindet sich seit 2014 in Frankfurt am Main. Das zeigt, wie international Nintendo inzwischen denkt und agiert.
Parallel zur Wii dominierte Nintendo auch den Handheld-Markt. Das Nintendo DS war mit 154,02 Millionen verkauften Einheiten die erfolgreichste Handheld-Konsole, die jemals verkauft wurde, sowie die erfolgreichste Konsole des Unternehmens Nintendo. Zwei Bildschirme, Touchscreen, Mikrofon: Der DS dachte anders. Und er verkaufte sich wie kaum eine Konsole zuvor.
Einen detaillierten Überblick über alle Nintendo-Konsolen von NES bis Switch 2 bietet michael-bickel.de.
Nintendo Switch und Switch 2: Die Zukunft hat begonnen
Dann kam 2017 der nächste große Wurf. Am 3. März 2017 erschien die Nintendo Switch in Europa, Australien, Nordamerika und Asien zeitgleich mit dem AAA-Launchtitel The Legend of Zelda: Breath of the Wild. Die Idee: eine Konsole, die daheim am Fernseher läuft und unterwegs als Handheld genutzt werden kann. Klingt simpel. Aber es war ein Geniestreich.
Stand Dezember 2025 haben sich alle Modelle der Nintendo-Switch-Familie insgesamt 155,37 Millionen Mal verkauft, womit sie den Nintendo DS als meistverkaufte Nintendo-Konsole abgelöst hat und nun an zweiter Stelle der weltweit meistverkauften Videospielkonsolen steht.
Und dann, 2025, kam der nächste Schritt. Die Konsole erschien weltweit am 5. Juni 2025 zusammen mit der Rekordzahl von 25 Launchtiteln. Die Nintendo Switch 2 brachte größeres Display, stärkere Hardware und neue Features wie GameChat und GameShare. Der Switch 2 gelang eine extrem verkaufsstarke Anfangsphase. Alles Wissenswerte zur aktuellen Konsole findest du direkt auf nintendo.de.
Die Spielikonen: Mario, Zelda und Pokémon
Was wäre Nintendo ohne seine Charaktere? Nintendo-Charaktere wie der pfiffige Klempner Super Mario, der Gorilla Donkey Kong oder der Fantasy-Held Link aus der Serie „The Legend of Zelda“ sind heute Ikonen der internationalen Jugendkultur. Diese Figuren sind nicht einfach Spielcharaktere. Sie sind Popkultur. Sie stehen auf T-Shirts, in Kinofilmen und in den Kindheitserinnerungen von mehreren Generationen.
Und dann ist da noch Pokémon. Seit 1983 hat Nintendo über 420 Millionen Konsolen und fast 2,4 Milliarden Videospiele verkauft, darunter die erfolgreichste Videospiel-Serie der Videospiel-Geschichte: die Pokémon-Spiele mit mehr als 100 Millionen Exemplaren. Pokémon Go allein hat ganze Generationen wieder auf die Straße gebracht. Ein Videospiel, das Menschen dazu bringt, spazieren zu gehen. Das muss man erst mal hinbekommen.
Fazit: Nintendo ist mehr als Nostalgie
Nintendo ist nicht einfach ein Konsolenhersteller. Nintendo ist ein Unternehmen, das seit über 135 Jahren versteht, wie Menschen Spaß haben wollen. Vom handgefertigten Spielkartenblatt bis zur Switch 2, die in Millisekunden zwischen Heimkonsole und Handheld wechselt.
Vom Pixel-Mario bis zu The Legend of Zelda: Breath of the Wild in Open-World-Pracht. Nintendo hat nie den günstigsten Chip oder den schnellsten Prozessor gebaut. Stattdessen hat das Unternehmen immer wieder neu definiert, wie Spielen sich anfühlen soll.
Und genau das ist der Grund, warum Nintendo nicht nur überlebt hat, sondern immer wieder neu erfunden und gefeiert wird. Wer wissen möchte, was als nächstes kommt, muss nur eines tun: Nintendo im Blick behalten.