Die Bedeutung von OEM

Der Begriff OEM ist die Abkürzung für den englischen Begriff Original Equipment Manufacturer. Das bedeutet, dass ein OEM ein Weiterverkäufer einer gewissen Software oder eines Produktes ist.

OEM Software kann deutlich billiger wie die Originalsoftware sein und die gleichen Funktionen vorweisen. Die bekanntesten OEM Versionen sind Betriebssysteme für Computer. Beispielsweise wird bei dem Verkauf von einem PC ein Betriebssystem in OEM-Version kostenfrei mitgeliefert.

Ist der Verkauf von OEM Software erlaubt?

Eine große Anzahl an Softwareherstellern wie z.B. Microsoft haben Ihre Software häufig als OEM Versionen verkauft. Das ist meistens bei einem Verkauf mit einem kompletten Computer umgesetzt worden.

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Wenn man sich einen Computer kauft, wurde das Betriebssystem gleich mit einer OEM Version mitgeliefert. Die OEM Versionen durften nur in Verbindung mit der Hardware laut den Nutzungsbedingungen wieder verkauft werden. So war zumindest die Meinugnd er Softwarehersteller. Doch rechtlich sieht das in Deutschland ganz anders aus.

Laut einer Gerichtsverhandlung am Bundesgerichtshof vom 06.07.2000 darf man eine einmal gekaufte OEM Version auch einzeln ohne die Hardware verkaufen bzw kaufen. Somit sind die Nutzungsbedingungen der OEM-Softwarehersteller nicht zulässig.

Durch diese Gerichtsverhandlung haben die Softwarehersteller das Konzept umgebaut und bieten fast keine OEM Programme mehr an. Bei neuer Computerhardware hat man z.B. eine Recovery Software für das Betriebssystem.

Mit dieser Recovery-CD kann man das Betriebssystem oder andere Programme nur ein einziges Mal wiederherstellen. Somit gibt es weniger OEM Programme im Umlauf.

Durch diese Entscheidung vom Bundesgerichtshof ist nach meines wissens der Kauf und Verkauf von OEM Software ohne die Hardware legal. Leider haben die Hersteller angefangen, auf andere Lizenzmodelle bei der Software umzustellen.

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